Der neue Glaube

Ein Kreuz um den Hals erleichterte Wikingerhändlern die Geschäfte, wenn sie in christliche Länder reisten. Doch das war nur ein äußeres Zeichen. Die Skandinavier hielten an ihren alten Göttern fest. Bereits im 9. Jahrhundert wurden Missionare in den Norden geschickt, aber erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts, als Könige und Adel den neuen Glauben beim Volk durchsetzten, faßte das Christentum Fuß. Die Christianisierung stärkte die Stellung des Königs: Der Einfluß der Thinge wurde zurückgedrängt, die Gesetze erließ der König für das ganze Land, und die Kirche unterstützte ihn dabei. Das Volk trat zum neuen Glauben über, als es sah, daß die Missionare die Heiligtümer der alten Götter zerstörten, ohne von ihnen bestraft zu werden.

Stabkirche

Mit dem Christentum entstanden überall Kirchen. Zunächst waren sie klein und nur einstöckig. Im 12./13. Jahrhundert wurden dann prächtige mehrstöckige Holzkirchen mit vielstufigen Dächern gebaut, die Stabkirchen: Die Wände aus Planken wurden von dicken, senkrecht in den Boden gerammten Balken (Stäben) gestützt. Dies ist die Stabkirche von Gol/Norwegen (um 1200). Sie steht heute im nordischen Volksmuseum in Oslo.

Wolfskreuz

Das Wolfskreuz Übergang von Heidentum zum Christentum

 

Dieser Anhänger wurde durch ein berühmtes Amulett aus Island inspiriert, welches sowohl von christlichen als auch von heidnischen Wikingern getragen wurde. Im Wolfskreuz verbinden sich das christliche Erlösungssymbol und der Hammer des Donnergottes Thor zu einem Kreuz im Kreuz, wobei das christliche Symbol als offene innere Aussparung gearbeitet ist. Dieses Amulett versinnbildlicht die lebensspendende Kraft der Sonne und symbolisiert zugleich mit seinem Wolfskopf die Klugheit und Gewandtheit dieser Tiere.