Noch zu Lebzeiten Karls griffen einige Wikinger aus dem heutigen südschwedischen Gebiet und auch von Norwegen aus, das große fränkische Reich an.
Zuerst aber fielen sie über das in viele kleine Königshäuser zerstrittene England her. Sie hatten es auf die reichen Schätze abgesehen.
Im Morgengrauen des 8. Juni 794 überfielen sie über den Seeweg das Kloster auf der Insel Lindisfarne in Nordwesten Englands und verwüsteten das Kloster samt
Umgebung. Sie machte reiche Beute und zogen genauso schnell von dannen, wie sie gekommen waren.
Dass sich so leichte Beute machen lässt, hatte sich bei den Wikingern rumgesprochen. Es folgte ein Raubzug nach dem andern. Bewaffnet mit Äxten,
Speeren und die reicheren Wikinger sogar mit Breitschwertern, konnten sie der christlichen Welt Angst und Bange machen. Sie griffen das Fränkische Reich von allen Seiten
an. 845 zerstörten sie Hamburg und erobern Paris. Immer wieder
plünderten sie die reichen Srädte.
Im Jahre 866 setzte dann ein dänisches Heer nach England über. Aber diesmal ging es um mehr. Die Wikinger
suchten neues Siedlungsland. Diesmal wurde das Land nicht einfach nur überfallen, sondern auch besetzt. Der Angelsachse Alfred der Große und König von Wessex konnte die Dänen aber noch einmal
abwehren.