Die Konzertfabrik Z7 war an diesem Konzertabend Schauplatz eines ganz besonderen Abends: Glenn Hughes, die „Voice of Rock“, kehrte mit seiner „The Chosen Years“-Tour zurück nach Pratteln. Doch bevor der legendäre Frontmann die Bühne betrat, sorgten Darker Half aus Australien für den passenden Auftakt. Mit melodischem Power Metal, schnellen Gitarrenläufen und markanten Vocals entfaltete die Band eine energiegeladene Show, die von Anfang an das Publikum mitriss. Auch wenn manch ein Song vielleicht nicht den ultimativen Hitfaktor hatte, machten Spielfreude, Technik und die pure Bühnenenergie dieses Quartetts Eindruck. Ihre Mischung aus Eingängigkeit und Heavy-Elementen setzte das Z7 sofort in Bewegung und ließ keinen Zweifel daran, dass hier eine Band spielte, die live alles gibt. Auch im Z7 dürften sie problemlos einige neue Fans hinzugewonnen haben. Wir genossen Darker Half ja bereits am NordRock SchwabenFestival!
Als Glenn Hughes schließlich die Bühne betrat, verwandelte sich das Z7 in eine feiernde Menge. Vom ersten Ton an zeigte sich, warum er zurecht als „Voice of Rock“ gefeiert wird: kraftvoll, variabel und voller Seele. Unterstützt von Søren Andersen an der Gitarre und Ash Sheehan am Schlagzeug, präsentierte Hughes einen Querschnitt aus seiner beeindruckenden Karriere – von den frühen Trapeze-Klassikern über Hughes/Thrall-Perlen bis hin zu Songs von Black Country Communion. Selbst brandneue Stücke aus seinem frischen Studioalbum fanden ihren Platz und fügten sich nahtlos in die Setlist ein. „Soul Mover“ als Opener setzte sofort ein Ausrufezeichen, und im Laufe des Abends wechselte Hughes zwischen Soul, Funk, Hardrock und Metal, als gäbe es keine Grenzen. Besonders emotional wurde es, als er den Trapeze-Song „Coast to Coast“ seinem verstorbenen Assistenten widmete – ein Moment, der das Publikum spürbar berührte.
Das Finale ließ dann keine Wünsche offen: Mit „Black Country“ und dem unsterblichen „Burn“ verabschiedete sich Hughes unter tosendem Applaus nach einer rund zweistündigen super Show. Der Sound war perfekt, die Spielfreude greifbar und die Reaktionen im Publikum zeigten, dass dieser Abend mehr als nur ein Nostalgietrip war. Glenn Hughes bot einen Abend voller Energie, Leidenschaft und musikalischer Perfektion – ein Konzert, bei dem garantiert jeder Fan auf seine Kosten kam. Zwei Bands die an diesem Abend auf ganzer Linie überzeugten.