19. April 2026 - "Mass Hallucination Tour 2026" mit Hypocrisy, Abbath, Vreid und Vomitory live im Z7

Die „Mass Hallucination Tour 2026“ machte Halt in der Konzertfabrik Z7 und brachte genau das auf die Bühne, was sich die Fans versprachen: eine dichte, intensive Reise durch die Extreme des skandinavischen Metals. Dieses Package mit Hypocrisy, Abbath, Vomitory und Vreid ließ kaum Wünsche offen. Und auch ein Blick auf andere Tourstopps zeigte: Die Abende lebten von Kontrasten – von roher Gewalt bis hin zu atmosphärischer Dichte, von kontrollierter Präzision bis zu chaotischer Bühnenenergie. Im Z7 traf diese Mischung auf ein bestens eingestimmtes Publikum, das von Beginn an bereit war, sich auf diesen musikalischen Trip einzulassen.

Den Auftakt machten Vomitory, die ohne große Ansagen und ohne Schnörkel direkt eine Wand aus Riffs und kompromisslosem Old-School-Death-Metal ins Z7 feuerten. Die Schweden wirkten spielfreudig und extrem fokussiert, ihre Songs drückten sofort und ohne Umwege nach vorne. Die ersten Circle Pits ließen nicht lange auf sich warten, Köpfe flogen im Takt, und die Band lieferte konstant ab. Hier ging es nicht nur um Show, sondern um pure Wucht – und die traf von Beginn an punktgenau. Ein Einstieg, der das Publikum sofort wachrüttelte.

Im Anschluss übernahmen Vreid die Bühne und brachten mit ihrem Blackmetal eine ganz eigene Note in den Abend. Nach dem wuchtigen Opener wirkte der Einstieg zunächst etwas kontrollierter, doch mit zunehmender Spielzeit fanden sie immer besser in ihren Flow. Gerade die groovenden Passagen entwickelten eine angenehme Sogwirkung, und man merkte, dass ihr Sound live Raum braucht, um sich voll zu entfalten. Diese Momente blitzten immer wieder auf und gaben dem Set eine eigene Dynamik – ein stimmiger Übergang im Gesamtbild des Abends.

Abbath hob die Stimmung dann auf ein weiteres Level. Kaum auf der Bühne, hatte er das Publikum im Griff – mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Theatralik, Humor und dieser ganz eigenen Bühnenpräsenz. Grimassen, Posen, kleine Spielereien mit dem Publikum – das alles wirkte nie aufgesetzt, sondern einfach wie Abbath pur. Musikalisch ebenso druckvoll wie mitreißend, entwickelte sich sein Set schnell zu einem emotionalen Höhepunkt des Abends. Das Z7 war jetzt voll da, die Energie in der Halle spürbar dichter, und genau diese explosive Mischung machte seinen Auftritt zu einem echten Highlight. Jetzt waren die Fans auf Betriebstemperatur und bestens auf den Headliner vorbereitet.

Zum Abschluss übernahmen Hypocrisy das Kommando und tauchten das Z7 in ihre typische dunkle, schwere Atmosphäre. Im Vergleich zum vorherigen Set wirkte das Ganze zunächst kontrollierter, fast schon fokussiert und etwas zurückgenommener – doch genau darin lag die Stärke. Die massiven Riffs, die dichten Melodien und die präzise Performance entfalteten ihre Wirkung Stück für Stück. Klassiker sorgten für sofortige Reaktionen, während die Band insgesamt eine beeindruckende Souveränität ausstrahlte. Kein übertriebener Aktionismus, sondern pure Klasse – und genau so schloss sich der Kreis dieses intensiven Tourabends, der im Z7 einmal mehr zeigte, wie vielseitig und packend extremer Metal live sein kann. Bei den Fans blieben am Ende mit Sicherheit keine Wünsche offen.

Vomitory

Vreid

Abbath

Hypocrisy