Beim MiniZ7-Abend in der Konzertfabrik Z7 stand alles im Zeichen von ehrlichem, handgemachtem Rock – und genau dafür ist Randy Hansen seit Jahrzehnten bekannt. Der kleine Bereich des Z7 war sehr gut gefüllt, die Stimmung von Beginn an locker, erwartungsvoll und sehr nah zur Bühne. Kein grosses Drumherum, sondern diese direkte Club-Atmosphäre, in der jede Note sofort im Publikum ankommt. Als Randy Hansen mit seiner Band loslegte, war die Verbindung zum Publikum sofort da – ein kurzer Blick, ein Grinsen, und schon war der Funke übergesprungen.
Musikalisch ging es tief hinein in die Welt von Jimi Hendrix. Randy Hansen liess die Klassiker nicht einfach ablaufen, sondern gab ihnen Raum zum Atmen, dehnte Solis aus und spielte mit Dynamik und extrem viel Gefühl. Dabei zeigte sich einmal mehr, warum er international als einer der authentischsten Hendrix-Interpreten gilt: diese Mischung aus technischer Präzision und ungebändigter Spielfreude. Auch auf seiner aktuellen Tour wurde genau das immer wieder hervorgehoben – Hansen als rastloser Performer, der mit unglaublicher Energie über die Bühne fegt und dabei trotzdem jede Nuance kontrolliert. Im MiniZ7 kam dazu noch die Nähe zum Publikum, die den Abend besonders machte: direkte Interaktion, spontane Momente und dieses Gefühl, Teil des Geschehens zu sein gab den Fans eine unvorstellbares Musikerlebnis.
Unterm Strich war es genau das, was man sich von einem MiniZ7 erhofft: intensiv, ehrlich und ohne Distanz. Die Stimmung blieb durchgehend auf einem hohen Level, getragen von einem Publikum, das sichtbar Spass hatte, und einem Musiker, der voll in seiner Rolle aufging. Ein Abend, der nicht laut nach Superlativen schreien musste, sondern durch Atmosphäre und Leidenschaft überzeugte – und genau deshalb noch lange nachwirkt. Wünsche dürften an diesem Konzertabend mit Sicherheit nicht offen geblieben sein!