The Bohemians gehören inzwischen fest zum Konzertkalender der Konzertfabrik Z7, und auch diesmal wurde „A Night of Queen“ in Pratteln zu einem besonderen Abend. Ohne Vorband, dafür mit zwei ausgedehnten Sets, nahmen sich die Briten gut zwei Stunden Zeit, um das Vermächtnis von Queen detailverliebt und mit spürbarer Leidenschaft auf die Bühne zu bringen. Frontmann Rob Comber verkörperte Freddie Mercury wie immer mit beeindruckender Präsenz – stimmlich wie optisch nahe am Original, ohne dabei zur bloßen Kopie zu werden. Unterstützt von Kevin Goodwin (Bass) und Marcus Tate (Gitarre) zeigte die Band vom ersten Ton an, wie ernst sie diese Hommage nahm.
Dass Stamm-Drummer Dan Church nach einer Operation pausieren musste, fiel dabei kaum ins Gewicht. Sein Ersatz Benedict Bassimir fügte sich nahtlos ins Bandgefüge ein und lieferte einen souveränen, druckvollen Auftritt ab, der den Songs genau das Fundament gab, das sie brauchten. Die Setlist spannte einen weiten Bogen durch alle Schaffensphasen von Queen – von frühen Klassikern wie „Killer Queen“ über große Rocknummern bis hin zu den unsterblichen Hymnen. Das Publikum ging diesen Weg begeistert mit, sang jede Zeile mit, klatschte, tanzte und feierte jeden Moment, als stünde das Original auf der Bühne.
Nach einer kurzen Pause steigerte sich die Show im zweiten Set nochmals, gipfelnd in Momenten, die für spürbare Gänsehaut sorgten. Spätestens bei „Bohemian Rhapsody“, „We Will Rock You“ und „We Are The Champions“ war klar, warum The Bohemians seit Jahren so erfolgreich durch Europa tourten. Am Ende entließen sie ein rundum begeistertes Z7-Publikum in die Nacht – mit dem Gefühl, für ein paar Stunden ganz nah an der Magie von Queen gewesen zu sein. Ein Konzertabend, der zeigte, wie zeitlos diese Musik ist und wie überzeugend The Bohemians sie auf die Bühne brachten.