Die „Freedom or Death“-Tour 2026 brachte drei Bands zusammen, die im Extreme Metal seit Jahren für kompromisslose Härte stehen: Kataklysm, Vader und Blood Red Throne. Mit ihrem aktuellen Album Goliath im Gepäck zogen die Kanadier durch Europa und lieferten gemeinsam mit ihren Tourpartnern eine geballte Ladung Death Metal, die vielerorts als Abriss der Extraklasse beschrieben wurde. Auch in der Konzertfabrik Z7 in Pratteln war schnell klar, dass dieser Abend nichts für zarte Gemüter werden würde: Drei Bands mit jahrzehntelanger Erfahrung, jede Menge brachiale Riffs und ein Publikum, das vom ersten Moment an bereit war, sich in den Strudel aus Blastbeats und Growls zu werfen. Den Auftakt machten die Norweger von Blood Red Throne, die ohne große Vorrede direkt in ihren wuchtigen Old-School-Death-Metal einstiegen. Schon nach wenigen Takten war kräftig Bewegung bei den Fans zu sehen, und die ersten Moshpits ließen nicht lange auf sich warten. Die Band setzte auf rohe Energie, treibende Riffs und eine satte Portion Groove – genau die Mischung, mit der sie sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der Szene erspielt haben. Zwischen brutalen Attacken und stampfenden Midtempo-Passagen zeigte sich schnell, dass hier keine reine Warm-up-Band auf der Bühne stand. Das Publikum im Z7 nahm die Einladung an, und spätestens gegen Ende des Sets war die Meute im Z7 auf Betriebstemperatur gebracht.
Mit Vader folgte danach eine echte Institution des europäischen Death Metal. Seit den frühen Achtzigern unterwegs, wirkten die Polen auf der Bühne so energiegeladen wie eh und je. Frontmann Piotr „Peter“ Wiwczarek führte die Band mit stoischer Präsenz durch ein Set, das Klassiker und neuere Songs gleichermaßen berücksichtigte. Rasende Blastbeats, messerscharfe Riffs und diese typische Mischung aus Thrash-Drive und Death-Metal-Wucht sorgten dafür, dass der Druck im Saal noch einmal deutlich anzog. Vor der Bühne ging es nun richtig rund – Headbanger, fliegende Haare und ein ständig kreisender Pit zeigten deutlich, dass die Veteranen nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren haben. Das war ein hammer Auftritt, der von den Fans alles abverlangte!
Als schließlich Kataklysm die Bühne betraten, war die Stimmung im Z7 längst auf Anschlag. Die Kanadier knüpften nahtlos an die Energie der Vorbands des Abends an und eröffneten ihr Set mit der Mischung aus technischer Präzision, extrem brutaler Wucht und melodischer Schärfe, für die sie seit Jahren stehen. Frontmann Maurizio Iacono hatte das Publikum schnell im Griff und peitschte die Fans immer wieder zu neuen Aktionen an. Songs vom aktuellen Album Goliath trafen dabei genauso ins Schwarze wie ältere Klassiker – ein Beweis dafür, dass Kataklysm ihren Stil über Jahrzehnte weiterentwickelt haben, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Als die letzten Töne verklangen, blieb der Eindruck eines intensiven Death-Metal-Abends zurück, bei dem alle drei Bands ihr ganzes Können auf die Bühne gebracht hatten und auf ganzer Linie überzeugten. Ein Abend voller Wucht, Leidenschaft und genau der rohen Energie, für die das Z7 seit Jahren bekannt ist. Die Fans haben sich an diesem Konzertabend mehr als verausgabt und werden diesen noch lange in Erinnerung behalten, oder auch in den Knochen!