28. März 2026 – Colosseum „ Out Into The Fields Tour“ live im Z7

Die Z7 Konzertfabrik war an diesem Abend gut gefüllt, und schon beim Blick ins Publikum wurde klar: Hier waren Fans versammelt, die genau wussten, was sie erwartete – und dass Colosseum keine Vorband nötig haben. Pünktlich betraten die Musiker die Bühne und wurden sofort mit kräftigem Applaus empfangen. Ohne große Worte legten die sechs direkt los und nahmen das Publikum vom ersten Moment an mit. Die Atmosphäre war entspannt, gleichzeitig aber voller Vorfreude. Kleine Anekdoten zwischen den Songs sorgten immer wieder für Lacher, und man spürte in jeder Sekunde, wie viel Freude die Band am Spielen hatte.

Der Abend war in zwei Sets gegliedert – eine Struktur, die perfekt zum Stil der Band passte. Im ersten Teil standen groovige, kompaktere Stücke im Mittelpunkt, bei denen vor allem Chris Farlowe mit seiner unverwechselbaren Stimme glänzte. Dazwischen gab es die typischen britisch-trockenen Ansagen, charmant und auf den Punkt. Musikalisch präsentierte sich die Band in Bestform: Clem Clempson setzte markante Gitarrenakzente, während Kim Nishikawara mit seinem Saxophon für die jazzigen Farbtupfer sorgte. Spätestens bei der „Valentyne Suite“ war das Publikum restlos begeistert – ein würdiger Abschluss des ersten Sets.

Im zweiten Teil wurde es abwechslungsreicher. Neben Klassikern fanden auch Stücke vom aktuellen Album „XI“ ihren Platz – und zeigten sich live absolut ebenbürtig. Besonders die längeren Songs entfalteten ihren Reiz durch viel Raum für Improvisation. Auffällig war, wie frisch und lebendig Colosseum derzeit unterwegs sind – ein Eindruck, der auch bei den letzten Konzerten immer wieder bestätigt wurde. Mit starken Soli und einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu steigerte sich der Abend kontinuierlich. Am Ende blieb ein rundum überzeugender Konzertabend zurück. Eine Band, die nichts von ihrer Ausstrahlung verloren hat und im Z7 einmal mehr bewies, dass sie live nach wie vor absolut zu begeistern weiß.