An diesem Abend machte die „The Time Was Tour 2026“ von Wishbone Ash Halt in der Konzertfabrik Z7. Andy Powell stand auch nach all den Jahrzehnten mit sichtbarer Spielfreude auf der Bühne und führte seine Band souverän durch eine fast zweistündige Reise durch die Geschichte von Wishbone Ash. Natürlich wurde zur Einleitung der Show erst einmal die neue Doppel CD mit DVD vom Livekonzert in Köln wärmstens angepriesen, die im September 2025 auf den Markt kam. Danach startete dann auch der Konzertabend. Der Sound war von Beginn an druckvoll und klar, das Z7 recht gut besucht, das Publikum aufmerksam und spürbar begeistert von jeder Note dieser britischen Rockinstitution.
Musikalisch spannte das Quartett mühelos den Bogen zwischen frühen Klassikern und späterem Material. Der unverkennbare Twin-Gitarren-Sound von Powell und Mark Abrahams stand dabei jederzeit im Mittelpunkt und sorgte immer wieder für Gänsehautmomente, wenn sich die beiden Gitarrenlinien elegant umeinander wanden. Songs wie „The King Will Come“, „Warrior“ oder „Blowin’ Free“ entwickelten live eine unvorstellbare Dynamik, getragen von der eingespielten Rhythmussektion aus Bob Skeat und Windsor McGilvray, die dem Ganzen den nötigen Groove und Kraft verlieh. Die Setlist wirkte durchdacht, abwechslungsreich und ließ kaum Wünsche offen.
Zum Ende hin steigerte sich die Stimmung im Z7 noch einmal deutlich, als Wishbone Ash ihre Fans mit mehreren Höhepunkten verabschiedeten. Die langen Instrumentalpassagen, das warme Licht auf der Bühne und der kollektive Jubel machten deutlich, wie zeitlos diese Musik ist. Ohne große Effekte, aber mit viel Herzblut und Können bewies die Band eindrucksvoll, warum sie seit über fünf Jahrzehnten live eine begeisternde Grösse ist. Ein Konzertabend, der zeigte, dass Wishbone Ash auch 2026 nichts von ihrer Ausstrahlung und Klasse verloren hatten. Diese hochklassige Show kann man einfach nur jedem empfehlen!