Die „Born From Chaos“-Tour von Dymytry Paradox machte an diesem Konzertabend Station im Z7 in Pratteln und dies war auch gleichzeitig der Tourabschluss. Was bereits in anderen Stationen dieser Tour gezeigt wurde, setzte sich an diesem Abend fort: eine energiegeladene Mischung aus moderner Härte, groovenden Riffs und pulsierender Bühne-Dynamik, die sowohl langjährige Fans als auch Neulinge in ihren Bann zog. Der Auftakt gehörte Space of Variations, die als kompromisslose Anheizer die Fans direkt auf Betriebstemperatur brachten. Die ukrainische Metalcore-Crew verknüpfte brutale Breakdowns mit melodischen Hooks und modernen, elektronischen Einspielungen, die das Publikum früh ins Schwitzen brachten. Songs, die auch auf ihrem neuen Album „Poisoned Art“ stehen, kamen mit direkter Wucht und ließen kaum Raum zum Durchatmen – treibende Drums, scharfe Riffs und die gesangliche Mischung aus aggressiven Shouts und klareren Passagen hielten den Fokus fest auf der Bühne. In den Reihen zeigte sich schnell Bewegung, erste Headbangs und Nicken im Takt sorgten für spürbare Aktivität. Dabei zeigte sich, dass Space of Variations nicht nur als bloßer Support funktionierten, sondern echte Energie auf die Bühne brachten – ein Eindruck, den viele im Publikum später bestätigten.
Mit Dymytry Paradox als Headliner stieg die Temperatur dann noch einmal deutlich. Die Masken und das visuelle Konzept der fünf Tschechen waren sofort präsent, doch noch wichtiger: der Sound drückte von der ersten Sekunde an kompromisslos nach vorne. Die Setliste mischte neue Songs vom aktuellen „Born From Chaos“-Album mit fanbekannten Kracher-Passagen, die überall für lautes Mitsingen sorgten. Riffs und Grooves hämmerten durch die Halle, während die Vocals zwischen rohem Shouting und melodischen Momenten pendelten, stets angetrieben von dem druckvollen Zusammenspiel aus Bass und Schlagzeug. Zwischendurch suchte die Band immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, was trotz der maskierten Gesichter eine unmittelbare Nähe erzeugte. Höhepunkte wie Soloparts und mitreißende Breakdowns wurde vom Publikum lauthals abgefeiert und sorgten für viel Bewegung und Mitsingen bis in die letzten Reihen.
Unterm Strich war der Abend im Mini Z7 ein Statement für die aktuelle Phase von Dymytry Paradox: eine Tour, die mit klarer Energie, direkter Ansprache und starker Live-Performance punktete. Der Support von Space of Variations zeigte eindrucksvoll, dass modernes Metalcore mit Power und Emotionalität das Publikum mitreißen kann, während Dymytry Paradox selbst ihre erstklassige Live-Qualität ausspielten und den Abend zu einem kompromisslosen Erlebnis machten. Eine Empfehlung für alle, die auf intensive, druckvolle Shows stehen. Es war ein mehr als gelungener Tourabschluss, der gleichzeitig Lust auf Mehr machte!