Schon vor Konzertbeginn war klar, dass dieser Abend eine besondere Reise in die Vergangenheit und etwas Besonderes werden würde: Kim Wilde brachte ihre „Closer Tour“ ins ausverkaufte Z7, im Gepäck zeitlose Klassiker, frische Songs ihres neuen Albums „Closer“ und die Nostalgie ihrer ikonischen Vergangenheit. Die Pop-Ikone, die seit fast 40 Jahren Fans auf der ganzen Welt begeistert, versprach einen Abend zwischen Vergangenheit und Gegenwart – eine musikalische Brücke, die Hits wie „Kids in America“, „You Came“ oder „Chequered Love“ mit neuen Klängen verband. Und da es an diesem Abend keine Vorband gab, startete das Konzert pünktlich um 19:30 Uhr direkt mit Kim Wilde und ihrer bestens eingespielten Live-Band.
Vom ersten Moment an lag eine warme, fast familiäre Stimmung über der Konzertfabrik. Kim Wilde eröffnete ihr Set mit „Hey Mister Heartache“, dem Opener des Albums „Close“, und legte damit sofort den Grundstein für einen Abend voller Erinnerungen. Schon mit dem zweiten Song war das Publikum komplett dabei, denn „You Came“ wurde aus hunderten Kehlen mitgesungen. Man spürte diese unverwechselbare 80er-Leichtigkeit: buntes Licht, eingängige Melodien und die charmante Lockerheit, die Kim Wilde seit Jahrzehnten auszeichnet. Klassische Hits wechselten sich mühelos mit neuen Stücken ab, während Wilde, ihr Bruder Ricky und ihre Nichte Scarlett eine spürbar familiäre Bühnenatmosphäre erzeugten, die perfekt zur Stimmung im Saal passte.
Besonders berührten die ruhigen Momente, etwa das kleine Balladen-Medley, das eine sehr intime Atmosphäre in die Konzertfabrik zauberte. Doch auch aktuelle Songs wie „Trail of Destruction“ fanden ihren Platz – kraftvoll, politisch und überraschend modern. Zwischendurch erzählte die Sängerin aus ihrer langen Karriere und bedankte sich mehrfach bei den Fans. Bei den Zugaben, als sie „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ zu Beginn komplett auf Deutsch sang, reagierte das Publikum begeistert – ein Highlight, das man so schnell nicht vergisst. Man sah die Freude und den Spaß den Fans ins Gesicht geschrieben.
Nach rund anderthalb Stunden setzte Kim Wilde zum großen Finale an. „Kids in America“ verwandelte das Z7 in einen riesigen Chor, der den Refrain mit voller Energie zurück auf die Bühne schickte. Es war der perfekte Abschluss einer musikalischen Zeitreise, die zeigte, wie zeitlos diese Songs geblieben sind. Kim Wilde wirkte stimmlich stark, aufmerksam, nahbar – und lieferte eine Show ab, die eindrucksvoll bewies, dass ihre Musik auch 2025 nichts von ihrer Magie verloren hatte. Besonders war aber auch das stimmliche Zusammenspiel mit ihrer Nichte Scarlett. Die Stimmen harmonierten extrem gut und trugen sich gegenseitig. Ein Abend voller Gänsehaut und Nostalgie, den die Fans so schnell nicht vergessen werden verging wie im Fluge. Für viele ein Zeitreise zurück in die wilden 80er!