Ein ausverkaufter Hexenkessel zum Jahresabschluss: Das Knock Out Festival 2025 in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe zeigte sich einmal mehr als absoluter Pflichttermin für Rock- und Metal-Fans. Bis auf den letzten Platz gefüllt, herrschte vom frühen Nachmittag bis tief in die Nacht eine ausgelassene, energiegeladene Stimmung. Die Fans feierten jede Band, sangen, sprangen und genossen diesen besonderen Festivaltag in vollen Zügen. Wie gewohnt hatte das Team von BottomRow, das das Festival inzwischen bereits zum 16. Mal auf die Beine stellte, alles perfekt im Griff – von der Organisation bis zur Bandauswahl saß einfach jedes Detail.
Den Auftakt machten Freedom Call, die mit ihrem typischen Gute-Laune-Power-Metal sofort die ersten glücklichen Gesichter in die Menge zauberten. Hymnen zum Mitsingen, breite Chöre und eine spürbar entspannte Spielfreude sorgten für einen perfekten Start in den Tag. Im Anschluss übernahmen Grave Digger das Kommando und brachten mit kompromisslosem Heavy Metal, druckvollen Riffs und jeder Menge Klassiker endgültig Bewegung in die Schwarzwaldhalle. Die Fans gingen vom ersten Song an begeistert mit und feierten die Band für 45 Jahre ehrlichen, geradlinigen Metal.
Mit Thundermother wurde es anschließend schweißtreibend und roh. Das schwedische All-Girl-Quartett lieferte eine energiegeladene Rock’n’Roll-Show, die direkt in die Beine ging und keinen Zweifel an der Live-Qualität der Band ließ. Danach betrat Axel Rudi Pell die Bühne und sorgte für einen musikalischen Ruhepol mit viel Emotion, großen Melodien und beeindruckender Gitarrenarbeit. Gemeinsam mit Johnny Gioeli und seiner starken Band entfalteten Klassiker und neue Songs eine ganz besondere Atmosphäre, die das Publikum sichtlich genoss.
Als Eisbrecher schließlich das Kommando übernahmen, verwandelte sich die Schwarzwaldhalle endgültig in ein brodelndes Stahlbad. Wuchtige Riffs, treibende Beats und die markante Stimme von Alexander Wesselsky sorgten für massives Feiern vor der Bühne. Die Fans sangen fast jeden Song lautstark mit, viel Bewegung entstand im Innenraum der Schwarzwaldhalle, Fäuste gingen nach oben – ein kompromissloser Abriss, der die Temperatur in der Halle spürbar steigen ließ. Die perfekte Vorbereitung für den furiosen Schlusspunkt des Abends.
Mit Dirkschneider folgte schließlich der krönende Abschluss des Festivals. Udo Dirkschneider und Peter Baltes präsentierten „Balls To The Wall“ in voller Länge und jagten der Schwarzwaldhalle noch einmal pure Heavy-Metal-Geschichte durch die Boxen. Jubel, Mitsingchöre und glänzende Augen im Publikum zeigten, wie sehr dieser Auftritt unter die Haut ging. Am Ende blieb das Gefühl eines rundum gelungenen Festivalabends: perfekte Organisation, großartige Bands, eine fantastische Stimmung und ein Publikum, das jede einzelne Band gefeiert und dieses Knock Out Festival in vollen Zügen genossen hatte.