Die Death‑Metal‑Legende kehrte zurück nach Pratteln – Die „Symbolic Healing Tour 2026“ brachte nicht nur das musikalische Vermächtnis von Chuck Schuldiner zurück auf die Bühne, sondern auch drei ehemalige Death‑Mitglieder, die dieses Erbe mit beeindruckender Hingabe weitertragen. Eine kraftvolle, respektvolle Hommage an zwei wegweisende Alben, „Spiritual Healing“ und „Symbolic“, sollte an diesem Abend im Mittelpunkt stehen. Die Stimmung bei den Fans war hervorragend, und bevor Death To All die Bühne betraten, gehörte der erste Schlag des Abends einer Band, die für technische Präzision und Härte steht: Cryptic Shift.
Cryptic Shift eröffneten den Abend mit einem Set, das sofort klar machte, warum die britische Formation in den letzten Jahren als einer der spannendsten Vertreter des Technical‑Death‑Metal gehandelt wird. Die Band tauchte das Z7 in ein Wechselspiel aus komplexen Riffs, verschachtelten Strukturen und brachialen Passagen, die das Publikum vom ersten Moment an mitriss. Trotz der enormen technischen Dichte wirkte der Auftritt nie verkopft oder verspielt – im Gegenteil: Die rohe Energie, die druckvollen Breaks und die massiven Vocals sorgten für eine Atmosphäre, die zwischen Faszination und purer Wucht pendelte. Ein Opener, der nicht nur beeindruckte, sondern das Z7 perfekt auf das vorbereitete, was noch folgen sollte.
Als Death To All schließlich die Bühne betraten, waren die Fans in spürbarer Spannung . Beim ersten klang des Intros hörte man überall „Death To All“ Rufe von den Fans. Gene Hoglan, Steve DiGiorgio, Bobby Koelble und Sänger/Gitarrist Max Phelps zeigten vom ersten Ton an, warum diese „Tribute‑Formation“ seit Jahren als eine der authentischsten und respektvollsten Hommagen an Chuck Schuldiner gilt. Die Setlist, geprägt von Klassikern der Alben „Spiritual Healing“ und „Symbolic“, wurde mit einer Präzision und Spielfreude dargeboten, die das Publikum immer wieder in Begeisterungsstürme versetzte. Der Sound war druckvoll, klar und intensiv, die Lichtshow unterstrich die düstere Atmosphäre, und die Band wirkte perfekt eingespielt. Besonders Steve DiGiorgio, barfuss wie immer, übernahm mit sympathischen Ansagen die Rolle des Gastgebers des Abends und erinnerte immer wieder an die Bedeutung von Schuldiners Werk. Die Songs wurden nicht nur gespielt – sie wurden zelebriert. Und als das komplette „Symbolic“-Album Stück für Stück in Originalreihenfolge erklang, verwandelte sich das Z7 in einen Ort voller Ehrfurcht, Energie und zeitloser Death‑Metal‑Magie. Eine gut zweistündige Show, die eindrucksvoll bewies, wie lebendig und relevant diese Musik auch Jahrzehnte später noch ist.