17. Juli 2026 - 21. Baden in Blut Festival Weil am Rhein (Samstag)

Der zweite Festivaltag beim Baden In Blut 2026 zeigte sich wettertechnisch wieder sehr heiß: strahlende Sonne, drückende Wärme und später dann endlich Wolken und ein wenig Abkühlung. Die Stimmung war trotz der Sommerwärme über den ganzen Tag hervorragend. Die Fans blieben durchgehend gut gelaunt, feierten jede Band und machten klar, dass Baden In Blut ein Ort ist, an dem die Musik den Ton angibt und jede Band gefeiert wird. (Selbst die Fotografen waren mit Herzblut dabei)

Expellow eröffneten den Samstag mit einem Set, das sofort klar machte, dass der Tag musikalisch keine Aufwärmphase brauchen würde. Die Band lieferte modernen, druckvollen Metal mit klarer Handschrift und einer Spielfreude, die das Publikum schnell erreichte. Die Fans standen dicht vor der Bühne, ließen sich von den treibenden Riffs mitziehen und feierten die ersten Breakdowns des Tages. Ein kraftvoller Start, der die Energie im Park sofort auf ein gutes Level brachte.

Dark Oath brachten danach eine Mischung aus melodischer Härte und epischer Atmosphäre auf die Bühne. Ihr Sound wirkte groß, weit und emotional, getragen von starken Vocals und dynamischen Gitarrenlinien. Die Band präsentierte sich intensiv und präsent, und die Fans reagierten mit viel Begeisterung. Immer wieder entstanden Momente, in denen die Musik den Dreiländergarten komplett einhüllte – ein Set, das sowohl zum Lauschen als auch zum Bangen einlud.

The Night Eternal sorgten anschließend für eine starke Portion klassischen HeavyMetalSpirits, modern interpretiert und mit viel Charisma vorgetragen. Die Band wirkte tight, melodisch und voller Energie. Ihr Set lebte von hymnischen Refrains, starken Leads und einer Bühnenpräsenz, die sofort zündete. Die Fans feierten die Mischung aus Tradition und frischem Drive und machten deutlich, dass diese Band längst kein Geheimtipp mehr ist.

Mit Onslaught wurde es deutlich härter. Die britischen ThrashVeteranen lieferten ein Set, das kompromisslos nach vorne ging und die Menge sofort in Bewegung brachte. Die Riffs waren schnell, die Drums gnadenlos, und die Vocals schoben die Energie weiter nach oben. Die Fans reagierten mit Moshpits, lauten Reaktionen und viel Bewegung vor der Bühne. Onslaught zeigten, dass sie auch nach Jahrzehnten nichts an Wucht verloren haben.

Swallow the Sun brachten danach eine völlig andere Stimmung in den Dreiländergarten: düster, melancholisch, atmosphärisch. Ihr Set wirkte wie ein schwerer, emotionaler Nebel, der sich über den Platz legte. Die Band spielte präzise, tiefgründig und mit jener Intensität, die ihre Shows so besonders macht. Die Fans standen dicht gedrängt, ließen sich von den langsamen, kraftvollen Spannungsbögen tragen und feierten die emotionalen Höhepunkte. Ein starker Kontrast – und genau deshalb ein Highlight.

Omnium Gatherum sorgten anschließend für melodischen Death Metal in Bestform. Ihr Set war energiegeladen, technisch stark und voller positiver Dynamik. Die Band wirkte spielfreudig, suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum und brachte die Menge mit schnellen Melodien und treibenden Rhythmen in Bewegung. Die Fans feierten lautstark, sangen mit und verwandelten den Bereich vor der Bühne in ein Meer aus Bewegung. Ein Auftritt, der die Stimmung weiter nach oben schob.

Mit Emil Bulls wurde es moderner, druckvoller und deutlich rockiger. Die Band präsentierte sich gewohnt stark, mit klaren Hooks, viel Energie und einer Bühnenpräsenz, die sofort zündete. Die Fans reagierten mit lauten Reaktionen, viel Bewegung und einer spürbaren Begeisterung. Emil Bulls lieferten ein Set, das sowohl eingängig als auch hart war – eine perfekte Mischung für den Abendbereich des Festivals.

Satyricon setzten als Headliner den finalen Schlusspunkt für den Samstag. Die Band brachte eine düstere, majestätische Atmosphäre auf die Bühne, die den Dreiländergarten sofort in ihren Bann zog. Ihr BlackMetalSound wirkte kalt, kontrolliert und gleichzeitig voller Energie. Die Lichtshow verstärkte die Stimmung, die Fans feierten intensiv, und die Band präsentierte sich souverän und präsent. Ein Abschluss, der das Festival in eine nächtliche Ritualstimmung tauchte und den Samstag würdig abrundete. So bleibt wieder einmal nur ein Fazit: Es waren wieder zwei super Festivaltage am Baden In Blut Open Air und man freut sich schon auf 2027!!!!

Expellow

Dark Oath

The Night Eternal

Onslaught

Swallow the Sun

Omnium Gatherum

Emil Bulls

Satyricon

Festivaleindrücke