Auch der zweite Festivaltag war ein Fest für die Freunde des gepflegten Gitarrengewitters – Der Festivaltag wurde von Silent Lost eröffnet, einer Melodic-Metal-Formation aus der Schweiz, die mit viel Gefühl und zugleich kernigem Sound die erste Duftmarke dieses Konzerttages setzte. Ihr Auftritt zeigte eindrucksvoll, dass emotionale Tiefe und harte Riffs sich nicht ausschließen, sondern wunderbar ergänzen. Ein Einstieg nach Maß, der das bereits sehr gut anwesende Publikum direkt auf Betriebstemperatur brachte.
Als nächstes enterten Iron Savior die Bühne – Power Metal aus Hamburg, der mit epischer Wucht und technischer Präzision das Gelände erbeben ließ. Die Veteranen rund um Piet Sielck lieferten eine Show, die keinen Zweifel daran ließ, warum sie seit fast 3 Jahrzehnten eine feste Größe der Szene sind. Sie spielten ihr Set Druckvoll, souverän und mit sichtbarem Spaß. Bereits sie als zweite Band des Abends setzten ein kraftvolles Ausrufezeichen in die laue Sommer-Datscha-Nacht.
Nun war erst einmal das Jubiläum angesagt. Die Organisatoren selbst wussten von alledem was nun geschah nichts! Eine Große Torte in Form einer Gitarre und viel Dankesworte für die tolle Orga seit über 15 Jahre, das war es was nun im Mittelpunkt stand und Einige der Schlüsselpersonen auf die Bühne brachte. (siehe Bilder unten)
Dann war es Zeit für die dritte Band des Abends. v.e.r.s.u.s übernahmen die Bühne– und wie sie das taten. Mit ihrer direkten Art, ihrer rauen Energie und dem ungebremsten Drive verwandelten sie das Gelände in einen brodelnden Hexenkessel. Die Verbindung gerade zum jungen Publikum war vom ersten Ton an da, die Stimmung kochte. Sogar einen Crowdsurfer gab es und diverse Circle- und Moshpits erzeugten sie mit ihrem kräftigen, wilden und ehrlichen Sound. Bei diesem kleinen und feinen Festival war damit ja nicht unbedingt zu rechnen aber falsch gedacht, Das Datscha Open Air lieferte alles was auch die ganz grossen Festivals haben!
Den Abschluss übernahm The Hot Damn aus Großbritannien – eine Powertruppe mit bunter Optik, die ordentlich Pfeffer ins Set und auf die Bühne brachte. Die Band um vier starke Frauen überzeugte mit einer frechen Mischung aus Alternative Rock, Pop-Punk und jeder Menge Energie. Ihre Show war ein echtes Ausrufezeichen und brachte zum Schluss noch einmal ein echtes Higlight in den Abend, ohne natürlich den Datscha-Spirit aus den Augen zu verlieren – ehrlich, laut, herzlich - ein Finale, das nicht besser hätte passen können. Es war der perfekte Schlusspunkt für einen Abend, der einmal mehr bewiesen hat: In der Datscha wird Rock gelebt. Nun bleibt nur noch eines, ein großes Dankeschön für ein ganz besonders Festival, für ein Wochenende voller Rock, Herz und Leidenschaft. Dies alles in einer absolut genialen Location und vom Team hervorragend organisiert! Dieses Festival ist definitiv mehr als nur ein Geheimtipp.
Zum Freitag: