15. November 2025 - Metal Café Live im SAK Altes Wasserwerk Lörrach

Am Samstagabend öffnete das SAK "Altes Wasserwerk" in Lörrach seine Türen für das Metal Café. Ein vertrauter Treffpunkt für Fans der harten Klänge im Dreiländereck („Come to where the METAL is!“) – und um 19:30 Uhr legte SIGNUM: KARG den Auftakt hin. Die Band aus Freiburg/Offenburg, aktiv seit 2005, zog das Publikum mit atmosphärischem Black Metal in ihren Bann. Mit präzisen Gitarrenläufen und dunkler Stimmung schafften sie einen passenden Einstieg: kein lauter Einstieg im klassischen Sinne, sondern eher ein Eindringen ins Konzert mit Bedacht gesetzten Klängen und wachsender Spannung.

Eigentlich wäre nun PAINFUL an der Reihe gewesen, doch die Band musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Stattdessen sprangen sehr kurzfristig DRUD ein – eine junge, aber bereits beachtete (Post-)Black-Metal-Formation aus dem Schwarzwald, deren Mitglieder zuvor in Bands wie Totengeflüster aktiv waren. Ihre Mischung aus düsteren Melodien, emotionaler Intensität und druckvollen Ausbrüchen füllte die Lücke eindrucksvoll. Drud überzeugten mit dichtem, melancholischem Sound und einer Atmosphäre, die zwischen Nachdenklichkeit und roher Energie pendelte – ein wirklich starker Ersatz, der das Publikum vom ersten Ton an im Griff hatte.

Um 21:20 Uhr übernahm dann HORRESQUE die Bühne, mit ihrem Blackened Death Metal aus Mainz/Mittelrhein. Sie setzten mit hart kreischenden Gitarren, donnerndem Schlagzeug und manischem Gesang neue Maßstäbe in Sachen Intensität. Die Menge war nun voll da – sprang mit ein, fühlte sich gefordert und mitgerissen. Die Band zeigte, warum sie sich im Underground schon einen Namen gemacht hat: brutal, präzise, mit einem Auge fürs Detail. Ab nun war das Publikum voll auf Temperatur für den letzten Act des Konzertabends.

Den krönenden Abschluss  lieferte VORGA dann noch ab. Die junge, aber ambitionierte Black-Metal-Formation aus Karlsruhe, aktiv seit 2016, konnte noch einmal kräftig überzeugen. Ihr Sound verband Sci-Fi-Thematik, atmosphärische Klänge und rohe Black-Metal-Energie – und live wirkte das absolut beeindruckend. Lichtshow, UV-Corpsepaint, ein Hauch von Zukunft – sie machten deutlich: Hier geht’s nicht nur ums Abrocken, sondern um ein Gesamterlebnis. Das Publikum quittierte dies mit viel Jubel und permanentem Mitfeiern vor der Bühne. Das war wirklich ein gelungener Abschluss des Konzertabends.

 Zum Schluss blieb bei den Besuchern der Eindruck eines rundum perfekten Abends: vier Bands, jede mit ihrer eigenen Note, aber gemeinsam getragen von Energie und Leidenschaft für den Metal in seiner düsteren Ausprägung. Wer dort war, erlebte eine Nacht mit vier überzeugenden Bands und natürlich mit harten Klängen – von atmosphärisch bis brachial.

SIGNUM:KARG

DRUD

HORRESQUE

VORGA