Sonntag, der 13. Juli – Ein Finale voller Herz, Melodien und gemeinsamer Klänge
Am dritten Tag des Festivals wurde die Festwiese aufs Neue in ein besonderes Klangparadies verwandelt – voller Zusammenhalt, gespannter Erwartung und einem musikalischen Gemeinschaftsgefühl, das weit über die Grenzen des Ortes hinausreichte. Schon um 11 Uhr ging es los: Der Musikverein Herten, der Musikverein Au im Hexental und blechTOTAL erfreuten die Frühaufsteher und läuteten so einen Tag voller Musik ein (bei diesen Klängen konnten wir leider noch nicht dabei sein bzw. einige Bilder der letzten Songs des Musikverein Au im Hexental sind unter den Impressionen).
Um 15 Uhr betrat dann blechTOTAL die Bühne – die lokalen Bühnenhelden! Die achtköpfige Gruppe aus Degerfelden und Herten existiert seit 2024 und steht für blechTOTALE musikalische Unterhaltung. Mit einem hinreißenden Mix aus Polka, Pop und allem, was dazwischen liegt, sorgten sie für beste Laune auf der Festwiese und zeigten einmal mehr, dass wahre musikalische Qualität oft direkt vor der Tür zu finden ist.
Um 17 Uhr stand dann ein Ereignis auf dem Programm, das an Größe und Symbolkraft kaum zu übertreffen war: das riesige Gesamtspiel. Eine unüberschaubare Menge an Musiker aus der Region, von befreundeten Vereinen und aus den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen kamen zusammen – viele trafen sich zum ersten Mal, manche spielen jeden Tag, andere holten ihr Instrument nach Jahren wieder hervor. Doch sie alle teilten die Freude am gemeinsamen Musizieren und die Leidenschaft für die Musik. Und mitten drin oder über allem: Martin Scharnagl, der mitreißende Tiroler Komponist, Dirigent und musikalische Vordenker, der mit deutlicher Energie und ansteckender Leichtigkeit den riesigen Klangkörper dirigierte. Unter seiner Führung verschmolz das Ensemble zu einem einzigen großen, lebendigen Orchester – ein Erlebnis, das sowohl das Publikum als auch die Musiker tief berührte (hier auch in großes Dankeschön an den Musikverein Degerfelden, der mir die Möglichkeit gab Bilder aus luftiger Höhe zu schiessen).
Direkt danach übernahmen um 18 Uhr zwei starke Formationen aus dem Schwarzwald die Bühne: Blechbandi und Bitte Blasmusik! .
Die siebenköpfige Blechbandi, 2019 im Hochschwarzwald gegründet, begeisterte mit einem einzigartigen Sound, der sowohl traditionelle Blasmusik als auch moderne Arrangements beinhaltete. Ihre Freude am Spielen war genauso ansteckend wie ihr musikalisches Können – ein wahres Erlebnis, das die Zuhörer vom ersten Ton an in den Bann zog. Im Wechsel wurde es dann etwas lauter, mutiger und kraftvoller: Die Formation Bitte Blasmusik! – im Sommer 2021 im BDB-Musikcamp entstanden – zeigte, dass Blasmusik jung, dynamisch und überraschend sein kann. Mit circa 15 Musikern aus der gesamten Schwarzwaldregion und einem Repertoire von Original Egerländer Musik bis hin zu modernen Stücken von Viera Blech oder Fäaschtbänkler haben sie so einiges im Repertoire.
Wieso denn im Wechsel. Diese zwei Formationen spielten im Battle um die Lautstärke und den Jubel der Zuhörer so wurden nach gewissen Vorgaben Songs interpretiert oder eigene Stücke zum Besten Gegeben. Wer in mehreren „Jubelrunden“ den lautesten Jubel des Publikums bekam durfte dann noch vor der Hauptband des Abends ein Set spielen. Klarer Gewinner dieses Battles war Bitte Blasmusik. Aber auch nach dem Sieg stand die Spielfreude im Vordergrund und so wurde auch kurzerhand ein Stück gemeinsam aufgeführt. Dem Jubel des Publikums nach war klar, dieses Konzept kam an!
Aber der Sonntag hatte noch eine besondere Überraschung parat: Um Punkt 20 Uhr enterte die famose Truppe Viera Blech die Bretter, die die Welt bedeuten, und verabschiedete das Wochenende mit einem fulminanten Finale. Was die sieben Musikanten aus Tirol zum Besten gaben, war Blasmusik vom Feinsten – gekonnt, reizend und mit einem ganz eigenen Touch. Ihre selbstgeschriebenen Stücke wie „Von Freund zu Freund“, „Euphoria“ oder „Düsco Hüt“ zogen die Zuhörer in ihren Bann, ihre Performance auf der Bühne war mitreißend und gleichzeitig warmherzig. Von verstaubten Blasmusik-Vorstellungen keine Spur – hier wurde die Musik mit Leib und Seele gelebt.
Mit mehr als 500 Auftritten in ganz Europa, unzähligen Streams und einer riesigen Anhängerschaft gehört Viera Blech schon lange zur Elite der Blasmusik-Szene – und trotzdem wirkte ihr Gig in Degerfelden authentisch, zugänglich und voller Begeisterung. Es wurde das Tanzbein geschwungen, ausgiebig gefeiert und herzlich gelacht – ein wahres Fest der Zusammengehörigkeit. Als dann die letzte Note verklungen war und der Himmel über Degerfelden langsam in ein abendliches Gold getaucht wurde, blieb vor allem eines: das Gefühl, Teil von etwas ganz Besonderem gewesen zu sein. Musik als Brückenbauer – genau das hat dieser Sonntag auf beeindruckende Weise gezeigt.
Zum Abschluss noch ein riesengroßes Dankeschön an den Musikverein Degerfelden. Es war ein extremes Vergnügen die 3 Tage mit Euch zu verbringen. Die Gespräche, das Feedback waren überwältigend.
Vielen Dank für die tollen Worte, vielen Dank für die vielen Eindrücke, für dieses super Jubiläum und noch soooo viel mehr!!!!!!!!! Wie Schreibt Ihr so schön auf Eurer Internetseite: Musikverein
Degerfelden ..... überraschend anders
Da passt nur noch eines dazu, was man auch immer wieder von der Bühne hörte.... nicht nur überraschen anders sondern ein Geiler Trupp!