25. Oktober 2025 – Volbeat „Greatest Of All Tours“ im Hallenstadion Zürich

Lange hatten die Fans darauf gewartet – nun machte die „Greatest of All Tours Worldwide“ von Volbeat endlich Station in Zürich. Schon vor Konzertbeginn herrschte gespannte Erwartung im fast ausverkauften Hallenstadion, die Stimmung war gelöst und voller Vorfreude. Mit dem aktuellen Album God of Angels Trust im Gepäck und zwei  starken Begleitbands im Rücken war klar, dass die Dänen einen Abend voller Energie, Melodie und Gefühl liefern würden – und genau das taten sie.

Den Anfang machten Witch Fever aus Manchester, die mit viel Energie und düsteren Riffs die Bühne im Sturm eroberten. Ihre Musik war roh und  kompromisslos – ein druckvoller Mix aus Punk-Attitüde, Doom und Grunge, der das Publikum sofort aufrüttelte. Sängerin Amy Walpole legte eine intensive Performance hin, mal schreiend, mal flüsternd, immer mit vollem Körpereinsatz. Ihre Mitstreiterinnen an Bass, Gitarre und Drums spielten sich in einen regelrechten Rausch – ein düsterer, kraftvoller Auftakt, der zeigte, dass auch eine halbe Stunde reichen kann, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das Publikum reagierte aufmerksam und respektvoll – ein stiller Respekt für eine Band, die ihre Botschaft kompromisslos auf die Bühne brachte.

Nach kurzer Umbaupause betraten die britischen Grunge-Urgesteine Bush die Bühne und übernahmen mit Gavin Rossdale an der Front sofort das Kommando. Ihr Sound – druckvoll und doch von einer gewissen Melancholie getragen – füllte das Hallenstadion mit einer Intensität, die trotz der Größe des Saals fast schon persönlich wirkte. Klassiker wie „Machinehead“ und „Everything Zen“ sorgten für begeisterte Reaktionen, während neue Songs vom aktuellen Album I Beat Loneliness nahtlos daran anknüpften. Rossdale suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum, streifte über die Bühne und ließ keinen Zweifel daran, wie sehr er diesen Auftritt genoss. Bush präsentierten sich spielfreudig und souverän – ein kraftvolles Set, das perfekt den Boden für den Headliner des Abends bereitete.

Als das Licht erlosch und das große Volbeat-Banner in hellem Glanz erschien, ging ein Jubel durchs Hallenstadion. Die Dänen betraten die Bühne, und schon mit den ersten Tönen war klar, warum sie zu den stärksten Live-Bands ihres Genres zählen. Michael Poulsen und seine Mitstreiter lieferten eine Setlist, die kaum Wünsche offenließ: Klassiker wie „Lola Montez“, „Fallen“ oder „Still Counting“ wurden von tausenden Stimmen mitgesungen, während neue Stücke wie „Demonic Depression“ ihre düstere Kraft entfalteten. Die Stimmung im Saal war ausgelassen – es wurde gesungen, getanzt und gefeiert. Zwischen den Songs zeigte sich Poulsen gewohnt nahbar und humorvoll, suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum. Besonders bewegend wurde es, als er „Fallen“ seinem verstorbenen Vater widmete – ein Moment, der für viele spürbar unter die Haut ging. Am Ende stand ein Abend voller Energie, Gefühl und Verbundenheit – Volbeat präsentierten sich einmal mehr als Band, die Herz und Härte perfekt vereint.

Witch Fever

Bush

Volbeat