Wie so oft öffnete das „SAK Altes Wasserwerk“ in Lörrach am frühen Samstagabend seine Türen für das Metal Café – einen festen Treffpunkt für Metal-Fans aus dem Dreiländereck. Die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege zur Bühne und das direkte Miteinander zwischen Bands und Publikum machen den besonderen Reiz dieser Konzertreihe aus, die von den Metal Maniacs seit vielen Jahren mit viel Leidenschaft organisiert wird. Schon früh füllte sich der Saal, Gespräche an der Bar mischten sich mit dem Klirren von Bierflaschen, während sich die ersten Besucher vor der Bühne sammelten und gespannt auf den Start des Konzertabends warteten. Unter dem Motto eines melodischen Feuerwerks war schnell klar, dass hier nicht nur ein gewöhnlicher Clubabend, sondern ein abwechslungsreicher Streifzug durch verschiedene Facetten des Hard Rock und Metal anstand.
Den Auftakt machten Kingsmash, die mit ihrem Power Rock direkt Druck aufbauten. Ohne lange Anlaufphase ging es kräftig nach vorne, eingängige Riffs trafen auf eine schnörkellose Bühnenpräsenz. Die Band nutzte die Nähe zum Publikum geschickt, suchte immer wieder den Kontakt zu den Fans und schaffte es so, den Saal früh auf Betriebstemperatur zu bringen. Gerade diese ungekünstelte Art passte perfekt zum Rahmen des Metal Cafés und sorgte für einen gelungenen Einstieg in eine lange und heisse Konzertnacht.
Mit Skansis aus der Schweiz ging es anschließend etwas klassischer weiter. Ihr Hard- und Heavy-Rock-Mix lebte von klaren Strukturen und einem soliden Groove, der sich schnell im Raum festsetzte. Die Spielfreude übertrug sich spürbar auf das Publikum, das nun dichter vor der Bühne stand und die Songs dankbar aufnahm. Hier zeigte sich einmal mehr, wie gut das Konzept des Abends funktionierte: unterschiedliche Stile, aber ein durchgehend roter Faden. Die Fans im SAK feierten bereits als ob es kein Morgen mehr geben würde. Man sah die Köpfe bangen und das genussvolle genießen der Musik!
Fireborn brachten danach eine moderne Note ins Spiel. Mit ihrem zeitgemäßen Hard Rock und dem neuen Album Dreamcatcher im Gepäck setzten sie auf ihre druckvolle Arrangements und die präsente Stimme von Jenny, die dem Set wieder einen eigenen Charakter verlieh. Nun standen die Fans einiges dichter vor der Bühne um mit der Band aus Lörrach ihr Set kräftig zu feiern. Die Band wirkte wie immer super eingespielt und nutzte die gewachsene Aufmerksamkeit im SAK, um das Publikum weiter mitzunehmen und bei den mittlerweile auch recht hohen Temperaturen im SAK kräftig ins Schwitzen zu bringen. Spätestens jetzt war das SAK richtig gut gefüllt, und die Stimmung hatte sich auf einem konstant hohen Niveau eingependelt. Es war wieder ein super Set das wie im Fluge verging!
Blackslash knüpften daran an und führten den Abend zurück in klassischere Heavy-Metal-Gefilde. Ihre Songs waren geprägt von traditionellen Einflüssen, klaren Leads und einer spürbaren Liebe zum Genre. Die Band wirkte sehr routiniert, ohne dabei an Energie zu verlieren, und traf genau den Nerv der anwesenden Fans. Vor der Bühne wurde es enger, die Reaktionen noch direkter – ein Auftritt, der sich nahtlos in den starken Verlauf des Abends einfügte. Im Stile der guten alten Metalgrössen begeisterten sie die Besucher im SAK auf ganzer Linie. Einflüsse von Bands wie Thin Lizzy, Iron Maiden und Vicious Rumors waren im Stil von Backslash klar spürbar, ohne kopiert zu wirken. Nach dem begeisterten Metal-Set im Stile der guten 80er war es dann auch schon an der Zeit für die letzte Band des Konzertabends.
Den Abschluss übernahmen Hell in the Club, die mit ihrem italienischen Hard Rock und Glam-Einschlag noch einmal eine eigene Farbe ins Spiel brachten. Ihr Set wirkte etwas verspielter, gleichzeitig aber auch sehr kontrolliert und auf den Punkt druckvoll und mit viel Spielspass. Die Mischung aus Melodie, Attitüde und Bühnenpräsenz funktionierte hervorragend, sodass auch zum Ende hin keine Müdigkeit aufkam. Das Publikum blieb zum grossen Teil bis zuletzt aufmerksam und honorierte den Auftritt entsprechend. Am Ende stand wieder ein absolut rundes Metal Café, das seinem Ruf einmal mehr gerecht wurde. Fünf Bands, die jeweils ihren eigenen Stil mitbrachten, ein sehr gut gefülltes SAK und eine durchgehend starke Stimmung – genau diese Mischung macht den Reiz dieser Konzertreihe der Metal Maniacs aus. Ein Abend ohne große Schnörkel, aber dafür mit 5 super motivierten Bands, viel Konstanz und einem klaren Gefühl dafür, was die Szene hier im Dreiländereck zusammenhält. Die Veranstaltungen der Metal Maniacs sind einfach ein Muss!