21. Februar 2026 - Metal Café Lörrach

Wie so oft öffnete das SAK Altes Wasserwerk am frühen Samstagabend seine Türen für das Metal Café – einen festen Anlaufpunkt für Metal-Fans aus dem Dreiländereck, der seit Jahren für intime Konzerte, kurze Wege zur Bühne und eine angenehm familiäre Stimmung steht. „Come to where the METAL is!“ ist hier nicht nur ein Spruch, sondern gelebte Realität, die die Metal Maniacs schon seit vielen Jahren pflegen. Pünktlich um 19:30 Uhr sammelte sich das Publikum vor der Bühne, als Arandem den Abend eröffnete. Mit ihrem Alternative-Metal-Ansatz setzten sie bewusst einen Kontrast zum späteren Death-Metal-Schwerpunkt. Druckvolle Riffs, moderne Grooves und ein direkter Draht zum Publikum sorgten dafür, dass der Saal schnell auf Betriebstemperatur kam. Arandem wirkten fokussiert und spielfreudig, nutzten ihre Spielzeit effektiv und schafften es, das Publikum von Beginn an mitzunehmen – ein solider und wichtiger Auftakt, der den Abend ins Rollen brachte.

Nach der Umbaupause wurde es deutlich roher, als Voorhees die Bühne übernahmen. Die Franzosen zelebrierten ihren Old-School-Death-Metal kompromisslos und mit sichtbarer Hingabe an das Genre. Ihr Sound war kalt, roh und makaber – genau so, wie man es von einer Band erwartet, die ihre Inspiration aus Horrorfilmen und der frühen Death-Metal-Ära zieht. Die Songs wirkten live noch direkter als auf Platte, das Schlagzeug wuchtig, die Riffs sägend, der Gesang tief aus dem Keller. Vor der Bühne verdichtete sich die Atmosphäre nun spürbar. Voorhees trafen mit ihrem Auftritt genau den Nerv der anwesenden Death-Metal-Fraktion und hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Mit Sapiency ging es nun etwas melodischer, aber keineswegs weniger intensiv weiter. Die Band verband Melodic Death Metal mit thrashigen Elementen und sorgte damit für viel Bewegung vor der Bühne. Prägnante Gitarrenmelodien, treibende Rhythmen und der Wechsel zwischen harten und melodischen Passagen erinnerten an Genregrößen, ohne dabei die eigene Handschrift zu verlieren. Sapiency wirkten bestens eingespielt, präsentierten sich selbstbewusst und routiniert und verstanden es, die Crowd immer wieder gezielt anzutreiben. Spätestens jetzt war klar: Das Metal Café war voll da, die Stimmung kochte, und der Boden vor der Bühne blieb kaum einen Moment ruhig.

Den Abschluss des Abends übernahmen schließlich die bayerischen Veteranen Soul Demise, die aktuell mit dem 2025er Album im Rücken besonders präsent sind. Ihr moderner, zugleich klassisch geerdeter Melodic Death Metal entfaltete live eine enorme Wucht. Brutale Riffs trafen auf komplexe Melodien, präzise Drums auf druckvolle Breaks – man spürte in jedem Song die Erfahrung der Band und ihre Spielfreude nach der langen Pause vor dem aktuellen Release. Das Publikum feierte die Band lautstark, Fäuste gingen hoch, Köpfe flogen im Takt. Soul Demise lieferten einen souveränen, kraftvollen Headliner-Auftritt, der den Abend konsequent abrundete. Zurück blieb der Eindruck eines rundum stimmigen Metal-Café-Abends: vier Bands mit klarer Handschrift, ein konzentriertes Publikum und eine Location, die einmal mehr bewies, warum sie im Dreiländereck einen so festen Platz in der Szene hat.

Arandem

Voorhees

Sapiency

Soul Demised